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Au Pair Erfahrungsbericht Chantal in Massachusetts

Schon Jahre bevor mein Abitur überhaupt in Sicht war, stand die Idee Au Pair zu werden im Raum. Ich war schon immer fasziniert von den USA und der Möglichkeit, dort auf bestimmte Zeit zu leben. Das Au Pair Programm schien mir dafür perfekt, unter anderem, weil ich dachte, dass das Leben in einer Gastfamilie einem nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch die tatsächlichen Einblicke in das alltägliche, amerikanische Leben bietet. Diese bekam ich durch meine Gastfamilie, welche im Herzen von Boston wohnt und mich wie einen Teil der Familie behandelt hat. Die drei Mädels auf die ich aufpassen durfte, waren während meines Au Pair Jahres im Grundschulalter, wobei ich sie aber oftmals mehr wie kleine Schwestern und nicht wie meine Host kids ansah. An Schultagen bin ich gegen 6 Uhr aufgestanden, um meinen Kids die Lunchboxen zu packen, sie aufzuwecken und später dann zum Bus zu bringen. Die Vormittage hatte ich also grundsätzlich frei, da meine Mädels dann in der Schule waren. Entweder habe ich sie dann nachmittags von der Schule oder dem Bus wieder abgeholt, um sie zu einer ihrer Aktivitäten zu bringen, sprich: Squash, Schwimmen, Tennis oder Softball. Mein Arbeitstag war meist damit beendet, die zwei Kleineren ins Bett zu bringen und an den Wochenenden, also Samstag und Sonntag, hatte ich fast immer komplett frei.

Meine Host Family ist an den Wochenenden im Winter immer nach New Hampshire gefahren, um Ski zu laufen. Ich hätte zwar immer mitkommen dürfen, bin aber aufgrund mangelnder Skikünste meist lieber in der Stadt geblieben. Im Sommer dann ging es aufs Cape. Cape Cod ist eine Halbinsel im Süden von Massachusetts, auf der viele Familien im Sommer Urlaub machen oder Tagestrips zu den Inseln Nantucket und Martha’s Vineyard genießen. Einmal sind meine Gastfamilie und ich übers Wochenende nach Florida geflogen, um die Kids mit einem Besuch ins Disneyworld und den Universal Studios zu überraschen. Es hat unglaublich Spaß gemacht, solch besondere Momente mit den Mädels erleben zu können! In Boston hatte ich, im Gegensatz zu den meisten Au Pairs, das Glück mitten in der Stadt leben zu dürfen. Es war zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da immer unglaublich viel los ist, aber genau das war auch das Spannende und einer der Gründe, warum ich Boston liebe! Die Stadt ist nicht nur wunderschön, sondern hat von Allem etwas. Außerdem gibt es viele Au Pairs in der Boston Area, was es einem leicht macht, Anschluss zu finden und sich für ein Jahr zu Hause zu fühlen.

Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich, Au Pairs aus aller Welt kennenlernen zu können und mit vielen von ihnen habe ich auch heute, 2 Jahre später, noch Kontakt! Während der Zeit bei meiner Host Family hatte ich einige Male die Möglichkeit nach New York City oder Orte wie Providence zu fahren. Auch ein Urlaub mit meinen Au Pair Freundinnen war möglich und ich konnte eine andere Freundin in Chicago besuchen, welche nur einige Monate später auch bei uns in Boston war. Es war sehr spannend, den Au Pair Alltag, der bei jeder Person so verschieden sein konnte, selbst mitzuerleben. Nach dem Au Pair Jahr bei meiner Gastfamilie habe ich den kompletten 13. Monat zum Reisen genutzt. Ich hatte unglaublich Glück, dass ich noch zu manchen Leuten aus der Trainingsschool Kontakt hatte. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, eine Freundin in North Carolina und eine andere in Texas zu besuchen, da beide nach ihrem Jahr verlängerten. Die anderen zwei Wochen bin ich mit ein paar Freundinnen zu fünft durch Nevada und Kalifornien gereist, wobei wir alles komplett selbst geplant und eine unglaubliche Zeit hatten!

Alles in allem schaue ich immer wieder super gerne auf die tolle Zeit zurück, die ich mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden hatte. Ich war auch schon wieder in Boston, um meine drei Mädels zu besuchen und es fühlte sich an, als hätte sich nichts zwischen uns geändert. Es ist einfach wunderbar zu wissen, dass man immer willkommen ist. Seit meinem Au Pair Jahr bin ich noch viel offener und kontaktfreudiger geworden, aber auch noch verantwortungsbewusster und erwachsener. Ich habe viel über andere Kulturen erfahren und mein Englisch hat sich enorm verbessert. Ich bemerke besonders bei meinem jetzigem Studium, International Business Studies, wie sehr mir das Au Pair Jahr geholfen hat, meine Sprachkenntnisse und meine persönlichen Fähigkeiten zu verbessern und bin froh, dass ich diesen Schritt damals gewagt habe!

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