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Au Pair Erfahrungsbericht Janine in New York

Da saß ich nun. Kurz vor dem "großen" Tag, der Abschlussprüfung meiner Ausbildung. Alle planten ihr Leben danach, viele gingen studieren, manche haben sogar einen festen Arbeitsplatz angeboten bekommen. Auch ich hatte einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen. Doch ich spürte schon lange eine gewisse Unruhe in mir. Was jetzt? Fester Job, eigene Wohnung, eigenes Auto...? Nein. Das kann's noch nicht gewesen sein waren meine Gedanken. Ich will mehr, mehr von der Welt sehen. Reisen und Neues erleben. Also startete ich mit meiner Bewerbung zum Au Pair und landete in New York City, genauer gesagt in Bayside - Queens Ein kleines überschaubares Örtchen nur 30 Min von Manhatten entfernt. Niemals hätte ich geglaubt, mich in einer so großen Stadt so schnell "zu Hause" zu fühlen aber genau so war es. Meine Gastfamilie war das perfekte Match für mich (ok, ich weiß das sagen vielleicht viele, aber ich meine es wirklich genauso!) Meine beiden Kleinen (4 Jahre und 6 Jahre) habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich muss ehrlich sagen, die beiden haben mir am Anfang unheimlich geholfen, ohne es selber bemerkt zu haben. Man glaubt gar nicht, wie hilfreich ein 4 Jähriger im Supermarkt sein kann.

Der Alltag kam super schnell. Morgens anziehen, Frühstück machen, Lunch Pakete packen und auf zur Schule. Mit den kleinen Cityrollern ging es 10 Minuten zu Fuß zur Schule. Und dann hieß es erst mal FREIZEIT. Meistens habe ich mich zum Frühstücken oder Shoppen in der Mall mit meinen beiden Au Pair Freundinnen getroffen. Die beiden wohnten nur ca. 20 Minuten per Auto entfernt, was man in Amerika fast als Nachbarn bezeichnen könnte. Natürlich standen zwischendurch auch ein paar kleine Haushaltsaufgaben an wie z.B. die Betten der Kleinen neu beziehen oder ab und an das Spielzeugchaos aufräumen. Ich sehe das jedoch sehr locker. Freiwillig die Küche oder auch das Wohn/Esszimmer aufräumen war kein Problem. Schließlich sitze auch ich am Esstisch und hinterlasse den ein oder anderen Krümel, und die Spülmaschine anstellen war auch nur ein Klacks. Ist nun mal auch mein zu Hause gewesen für ein Jahr. Um 14.00 Uhr ging es dann für mich zurück zur Schule, die große Schultür öffnete sich und die Klassen kamen nacheinander raus. Die strahlenden Augen und die feste Umarmung zur Begrüßung waren fast immer das Schönste! In diesen Momenten merkst du erst wie doll die kleinen Mäuse dir ans Herz gewachsen sind und wie verbunden man sich mittlerweile fühlt. Nach einer kleinen Pause auf dem Spielplatz ging es dann direkt wieder nach Hause. Hausaufgaben standen auf der Tagesordnung. Sogar diese haben meinen Wortschatz immens erweitert! Das abendliche Dinner wurde immer gemeinsam mit der ganzen Familie am Tisch verbracht. Da ich ein sehr enges Verhältnis mit meiner Gastfamilie habe, endeten die meisten Abende gemeinsam auf der Couch beim Filme schauen.
Die Wochenenden. Was soll ich sagen: New York Baby! Wer hier gelangweilt ist, ist selbst schuld! Die Stadt raubt einem den Atem und wenn ihr einmal dort wart, wisst ihr, warum sie "die Stadt die niemals schläft" heißt. Hier ist einfach immer was los und ich vermisse New York jeden Tag ein bisschen mehr. So schnell verflogen all' meine anfänglichen Bedenken und ich fühlte mich einfach wir zu Hause. Die Zeit rast ab einem gewissen Punkt nur noch und aus "noch ein halbes Jahr" wird "nur noch ein halbes Jahr".

Heute kann ich sagen HECK YEAH! Ich bin so unfassbar froh, auf mein Bauchgefühl gehört zu haben und genau zum richtigen Zeitpunkt mal etwas gewagt zu haben. Die Erfahrungen, die Selbstständigkeit, die persönliche Reife, das nimmt euch keiner. Nie mehr! Ich durfte Orte bereisen, von denen ich heute noch schwärme! Orte bei denen mit dir Leute gespannt zu hören, wenn ich über sie berichte. Ich durfte Menschen kennen lernen, die mich nicht nur super viel geprägt haben, sondern mich von Tag eins an als echtes Familienmitglied behandelt haben. Menschen, die mir so viel Liebe entgegengebracht haben, dass ich sie heute wirklich unglaublich vermisse. Heute kann ich sagen, dass ich eine zweite Familie in den USA dazu gewonnen haben und nicht nur das Freunde auf der ganzen Welt, über Schweden, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Spanien, Australien bis hin zu Südafrika. Freunde mit denen ich noch eng im Kontakt stehe und das aus einem besonderen Grund: Mein Au Pair Jahr. Denn so ein Au Pair Jahr verbindet ein Leben lang. Ich werde meine Zeit niemals vergessen und sehe es als Ehre an, so ein großartiges schönes Jahr in den USA verbracht haben zu dürfen.

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