Zum Inhalt springen

Au Pair Erfahrungsbericht Laura in New York

Mein Erstes Treffen mit meiner Au Pair-Familie

Hi, ich bin Erika 23 Jahre alt und aus Bayern.  Seit ca. vier Monaten wohne ich in St. Joseph, Michigan und betreue drei Kinder: Einen Jungen im Alter von 4 Jahren und zwei Mädchen im Alter von 6 und 9 Jahren. Außerdem wohne ich noch mit einem deutschen Schäferhund und meinen Gasteltern zusammen.

Nach dem einwöchigen Workshop in NYC ging es auch für mich los und ich traf meine Familie am Flughafen in South Bend. Das war einfach so unglaublich. Ich wurde mit zwei süßen Plakaten empfangen auf denen stand: „Herzlich Willkommen Erika“ dieses Plakat haben meine Gastkinder bemalt. Wir fielen uns gleich in die Arme.

Mein Auslandsjahr – Zuhause vermissen

Zuhause zeigten sie mir ihr Haus, mein Zimmer und wir aßen zusammen. Das war der Punkt für mich, an dem ich dachte: „Okay neues Leben - hier komme ich!“ Ich versuchte wirklich, mich abzulenken. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, gehe raus, fahre zum Lake, gehe in Geschäfte, alles Mögliche. Ich telefoniere viel mit meinen Freunden, Familie und da fühl ich mich gleich Zuhause! Ich habe hier in den USA schnell eine beste Freundin gefunden und ihre Schwester wurde auch zu meiner Freundin!
Am Wochenende unternehme ich viel mit ihnen, aber dabei bin ich trotzdem sparsam. Ich verzichte auf Weekend Trips, ich bin eher der ruhige Typ und spare mein Geld für meine Familie, die mich Ende März besuchen kommt.
Ja und so sind die ca. vier Monate so schnell vergangen, dass ich es gar nicht glauben kann!

Meine Au Pair Routinen

Ich arbeite an Wochentagen, meine Gastmutter plant meine Wochen mit mir gemeinsam und sie fragt mich, bevor sie etwas in den Kalender einträgt. Ich habe mir einen eigenen Kalender gekauft, den ich auch privat nutze und in den kann meine Gastmutter auch eintragen, wenn z.B. Geburtstage anstehen oder andere Dinge, die ich nicht vergessen sollte.
Ich kann auch dazu sagen, ich liebe meine Gasteltern, ich habe genug Freiheiten, um Zeit mit Freunden oder mit mir selber zu verbringen.

Okay let´s go – ich nehme als Beispiel einen Montag:
7:00 – Guten Morgen Arbeitswelt! Meine Gasteltern wünschen mir einen guten Tag. Meine Gastmutter verlässt als letztes das Haus, da sie erst später als ihr Mann arbeiten muss.
Ab 7:30 – 8:00 habe ich die Kinder für mich alleine. In der Zeit malen, basteln oder spielen wir.
Um 8:00 machen wir uns ready für die Schule und fahren los, meine zwei Mädchen gehen in dieselbe Schule - mein Junge nicht. Wenn alle zur Schule gebracht worden sind, habe ich Zeit um 9:15 meine College Stunden zu absolvieren, ich habe mein Geld gespart, um an weiteren Kursen teilzunehmen. Falls diese stattfinden, absolviere ich sie am Abend, wenn die Eltern wieder da sind und ich Off bin.
Um 11:15 hole ich meinen boy ab, wir haben lunch, üben Zahlen lesen und dann ist auch schon Nap Time – ich lese ihm Bücher auf Englisch vor, das ist ein Training für uns alle!
In der Mittagszeit versuche ich ein bisschen Ordnung zu machen – meine Gasteltern verlangen das zwar nicht, aber ich fühle mich selbst auch besser, wenn es im zweiten Zuhause sauber ist. Ich wasche also meine Wäsche, die der Kinder, räume das Geschirr weg, oder putze das Bad der Kinder – was ich selbst auch mitbenutze. Nein, das alles erledige ich natürlich nicht an einem einzigen Tag! Es sind nur Beispiele für typische Aufgaben.
Zwischen 15:45-16:00 Uhr wecke ich ihn auf und wir machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle, denn meine Mädels kommen mit dem Bus heim.
Um 16:30, wenn wir wieder zu Hause angekommen sind, wird zu Abend gegessen und erzählt wie der Schultag war, dann ist Homework Time – Hausaufgaben werden erledigt, die Schultasche wird neu eingeräumt und das Lunch für die Schule der Mädels wird vorbereitet. Dann ist eigentlich Chill Time – wir spielen Spiele, gehen raus in den Garten usw., sobald ein Elternteil zu Hause ist, kann ich „off“ gehen und meine eigenen Dinge erledigen.

Zu meinen Gastkindern:

Jedes Kind ist unterschiedlich, nicht nur wegen der Erziehung, sondern auch von den Fähigkeiten. Die ersten Wochen sind nie die leichtesten, doch du wirst schnell merken, wie die Kinder „ticken“. Du wirst lernen sie zu lieben und du wirst lernen sie an Regeln zu erinnern. Meistens klappt das gut, aber manchmal gibt’s auch Momente, in denen man erinnert wird, dass bestimmte Sachen zu weit gehen. Wir haben hier z.B. ein Time out, das heißt, die Kinder werden für 3 Minuten ins Zimmer hochgeschickt, um über ihr Verhalten nachzudenken.

Mein Community Counselor in den USA:

Meine Community Counselorin heißt Pat und wir treffen uns einmal im Monat. Wir führen dann Gespräche über mein Leben mit der Familie, wir sprechen über Probleme oder sie gibt mir Anregungen. Wenn es wirklich irgendwelche größeren Probleme gibt, die ich nicht alleine lösen könnte, übernimmt sie es für mich. Natürlich nur mit meinem OK. Aber wir zwei haben eigentlich fast nie etwas Negatives zu besprechen, sondern vor allem positive Erlebnisse. Ich nutze die Zeit mit ihr auch, um neue Erfahrungen zu machen, wie z.B. bei einem Trip nach Chicago. Man ist also nie alleine.

Meine Au Pair Erfahrungen in 4 Monaten:

Ich bin viel reifer und verantwortungsbewusster geworden. Nicht nur dadurch, dass ich für die Kinder verantwortlich bin, das natürlich auch, aber auch für mich selbst träge ich mehr Verantwortung.
Außerdem lernt man eine andere Sprache intensiver zu sprechen, lernt neue Kulturen kennen, neue Freunde und bekommt eine neue Familie.
Meine Gastfamilie hat mich gut in meinem neuen Zuhause aufgenommen und mir gezeigt, wo ich zum Sport gehen könnte, welche Supermärkte es gibt sowie andere Einkaufsmöglichkeiten. Auch die Sehenswürdigkeiten haben sie mir gezeigt.
Wir machten Ausflüge zum Beach, in andere Städte, oder gingen gemeinsam in die Kirche.
Außerdem konnte ich mit zu ihrem Sportclub, durfte ihre Museumskarte und ihre Beachkarte usw. mitbenutzen. Es fühlt sich einfach so cool an, ein Teil einer amerikanischen Gastfamilie zu sein!
Ich bin auch sehr stolz, dass ich diesen Weg gegangen bin, ich spreche jetzt fließend die englische Sprache und habe auch schon viele neue Freunde gefunden!

Kurz- bewerbung Kontakt Broschüre Erfahrungs- berichte Blog