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Au Pair Erfahrungsbericht Juliane in Virginia

Hello ich bin Juliane und seit 6 Monaten ein Au Pair in Virginia Beach.

Mitte August 2018 startete meine Reise von München nach New York. Die erste Woche verbrachten wir Au Pairs von EurAupair in New York. Wir hatten dort Workshops zu den verschiedensten Themen, von der Kinderentwicklung bis hin zu unseren Rechten und Pflichten als Au Pairs, aber das Highlight dieser Woche war definitiv die Stadtrundfahrt. Die Woche war auch eine gute Möglichkeit, um Au Pairs aus den verschiedensten Ländern kennenzulernen. Mit einigen habe ich bis jetzt noch Kontakt, obwohl sie in ganz Amerika aufgeteilt sind.

Nach dem Workshop in New York ging es dann endlich zu meiner Gastfamilie nach Virginia Beach. Ich war richtig aufgeregt und realisierte da das erste Mal, dass mein „Adventure“ begonnen hatte. Meine Gastfamilie empfing mich herzlich am Flughafen und ich lebte mich ziemlich schnell in die Familie ein. Innerhalb weniger Tage habe ich eine gute Beziehung zu allen aufgebaut und inzwischen verstehe ich mich wunderbar mit meinen Gastkindern - zwei Jungs, 9 und 12 Jahre alt. Meine Gastfamilie hat ein großes Haus am See, mit Pool und nur zwei Gehminuten vom Strand und Meer entfernt. Ich habe in dem Haus meinen eigenen Bereich, mit einem großen Zimmer, einem großen begehbaren Kleiderschrank und eigenem Bad.

Mein Arbeitsablauf beginnt in der Früh um 7 Uhr: Ich bereite das Frühstück und das Lunch für die Kinder, das sie in die Schule mitnehmen, vor. Um 8 Uhr bringe ich den Jüngeren zum Schulbus oder fahre ihn in die Schule, der Ältere kann mit meiner Gastmama mitfahren, da seine Schule genau auf dem Weg zu ihrer Arbeit liegt. Am Nachmittag hole ich die beiden wieder von der Schule ab.

In der Zeit, wo die Jungs in der Schule sind, habe ich frei. Ich besuche in der Zeit eine English Class, treffe mich mit anderen Au Pairs, gehe ins Gym oder genieße meine Freizeit am Strand. Nachdem ich die Jungs am Nachmittag abgeholt habe, fahre ich beide zu den verschiedensten Freizeitaktivitäten oder wir fahren mit den Fahrrädern aus, gehen zum Strand, fahren mit den Kajaks auf den See oder machen irgendetwas anderes Lustiges in Virginia Beach.

An Wochenenden habe ich immer frei, da mache ich die verschiedensten Sachen mit den anderen Au Pairs in meiner Area. Im Sommer sehen wir uns eigentlich jedes Wochenende, den ganzen Tag am Strand und im Meer. Im Herbst und „Winter“ wird uns auch nie langweilig, uns fällt immer etwas ein, was wir machen können. Wir lieben es, Kultur-Austausch-Partys zu machen, wo jeder eine Spezialität vom Herkunftsland mitbringt – das ist mein persönliches Highlight! Ich werde auch immer von meiner Gastfamilie eingeladen, mit ihnen irgendetwas zu machen, da sage ich natürlich nie nein, weil es echt immer lustig ist und ich gerne mit ihnen auch in meiner Freizeit was unternehme.

Auch die amerikanische Kultur ist einfach so interessant! Hier haben sie eigentlich alles, was wir in Österreich auch haben, nur machen die Amerikaner ein viel größeres und schöneres Fest daraus. Mein erstes traditionelles Fest war Halloween: In Österreich geht man einfach von Haus zu Haus und bekommt Süßigkeiten, hier feiert einfach jeder von jung bis alt. Jeder verkleidet sich und die Erwachsenen warten nicht im Haus sondern in der Hauseinfahrt und sind auch verkleidet. Einige machen ein Lagerfeuer oder veranstalten eine Party mit BBQ. Ich durfte mit meinen Jungs und den Nachbarskindern die Nachbarschaft unsicher machen.

Thanksgiving folgte dann Ende November, meine Gastfamilie und ich wurden von Freunden zu einem „Friendsgiving“-Fun-Run eingeladen. Nach dem Lauf gab es für jeden Tee und sogar Glühwein. Am späten Nachmittag gab es dann ein traditionelles Thanksgiving Dinner, natürlich mit Truthahn mit Füllung, einem Pumpkin-Pie und Cranberry Sauce. Der Tag nach Thanksgiving ist der Black Friday, der krasseste Shopping Tag in Amerika. Einige übernachten vor den Stores, damit sie auch wirklich die ersten in dem Geschäft sind, da alles bis zu 80% reduziert ist. Innerhalb von wenigen Stunden wurden alle Geschäfte leer gekauft.

Da meine Gastfamilie jüdisch ist, hatte ich auch die Möglichkeit Hanukkah, das jüdische Weihnachtsfest, kennenzulernen. Für mich war das eine sehr besondere Erfahrung, da ich sehr interessiert an anderen Religionen bin.

Amerika ist berühmt dafür, dass sie ausgefallene Weihnachtsbeleuchtungen haben. Meine Nachbarschaft war teilweise schon verrückt, aber das Verrückteste, was ich gesehen habe, war eine ganze Stadt mit Weihnachtsbeleuchtungen. Die Stadt heißt McAdenville in North Carolina, ist aber berühmt für den Namen „Christmastown“. Über Weihnachten machten meine Gastfamilie und ich einen Trip nach Tennessee zu den Great Smockey Mountains und auf dem Weg dorthin besuchten wir „Weihnachtstown“ – wir waren alle sprachlos! In Tennessee waren wir 10 Tage lang in der Stadt Gatlingburg. Wir besuchten einen Adventurepark, wo wir mit einem Skilift hinauffahren mussten, Dollywood, Knoxville, einen Nationalpark und eine Weihnachtsshow.

Wir feierten auch Weihnachten dort. Da mein Gastpapa aus Deutschland kommt, wollte er hier die Chance nutzen und den Kindern das deutsche bzw. österreichische Weihnachtsfest näherbringen. Wir haben am Abend des 24. Dezembers gefeiert, die Weihnachtsgeschichte gelesen und deutsche Weihnachtslieder gesungen. Danach wurden die Geschenke ausgepackt. Nach der ganzen Bescherung haben die Kinder gesagt, dass dieses Weihnachten das schönste und beste war was sie je hatten - trotzdem haben sie am 25. Dezember auch Geschenke erwartet. :-)

Im Dezember war ich in Lake Placid und habe mir dort auch den Rodel Welt Cup angeschaut. Da eine Freundin aus Österreich eine Rodel Athletin ist, habe ich die Chance genutzt, sie auch gleich zu treffen.

Ende Januar hat mich eine Freundin in Virginia Beach besucht, mit der ich dann noch zwei Tage in Washington D.C. verbracht habe. Wir hatten eine so schöne Zeit und es tat so gut, Freunde aus der Heimat zu treffen, mit denen man persönlich über alles sprechen kann. Im März wird mich eine weitere Freundin in Virginia Beach besuchen und mit ihr werde ich für 4 Tage nach Orlando in die Disney World fliegen.

Um Geld zu sparen, habe ich auf Wochenendtrips verzichtet, da meine Schwester und unsere beste Freundin in meinem Reisemonat kommen, um mit mir die Westküste unsicher zu machen. Im Juli ist meine Gastfamilie für 3 Wochen in Deutschland, in dieser Zeit habe ich frei und kann selber in Amerika reisen. In dieser Zeit kommen meine Eltern zu Besuch und mit ihnen werde ich 10 Tage an der Ostküste herumreisen. Die anderen 10 Tage werde ich ein mexikanisches Au Pair, das leider ihr Jahr schon vor einem Monat beendet hat, in Mexiko besuchen.

Ich bin sehr glücklich darüber den Schritt gewagt zu haben, als Au Pair nach Amerika zu gehen. Dieses Jahr ist eine Erfahrung für das Leben, man lernt so viel über sich selbst und schließt Bekanntschaften, die einem auf ewig erhalten bleiben werden. Auch wenn es nicht immer einfach ist, so weit weg von der Familie und den Freunden zu sein, kann ich es nur jedem empfehlen, ein Jahr als Au Pair mit ASSE Germany in die USA zu gehen und auch diese tolle Erfahrung zu machen!

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