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Schüleraustausch Erfahrungsbericht Hannah in Südkorea

Vor einem Monat startete mein High School Aufenthalt mit ASSE Germany und seitdem lebe ich in der Stadt Gyeongju in Südkorea. Ich bin hier bei einer sehr netten Gastfamilie untergekommen. Dazu gehören meine Gasteltern, mein älterer Gastbruder und meine gleichaltrige Gastschwester. Mit ihr verbringe ich die meiste Zeit, da wir auch in dieselbe Klasse gehen. Meinen Gastvater sehe ich nur am Wochenende, weil er unter der Woche in Seoul arbeitet. Meine Gastmutter sehe ich jeden Morgen und Abend, wenn sie von der Arbeit zurückkommt. Meinen Gastbruder bekomme ich nur selten zu Gesicht, da er studiert und sonst viel unterwegs ist.

Ich gehe in die 2. Klasse einer Mädchen Highschool in Gyeongju. Mein Unterricht beginnt um 8 Uhr und endet für mich um 16:10 Uhr. Die anderen Schüler, wie auch meine Gastschwester bleiben jedoch bis 18:20 Uhr und einige sogar bis 22 Uhr oder noch länger. Der Unterricht in Südkorea ist sehr unterschiedlich zu dem in Deutschland. Wir haben jeden Tag 7 unterschiedliche Fächer, in denen der Lehrer normalerweise vorne an der Tafel steht und den Schülern das Thema näherbringt.

Momentan verstehe ich im Unterricht leider noch nicht ganz so viel (abgesehen vom Englischunterricht) aber ich versuche mich mehr und mehr in die Sprache reinzuhören. Die Fächer selber unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen in Deutschland. Auch hier haben wir Fächer wie Mathe, Englisch, Sport oder Geographie. Auch eine 2. Fremdsprache lernen wir hier. Diese ist jedoch nicht, wie in Deutschland häufig, Latein oder Französisch, sondern hier kann man zwischen Japanisch und Chinesisch wählen. Ich habe mich für Japanisch entschieden und das ist gleichzeitig mein Lieblingsfach hier. Neben diesen alltäglichen Fächern haben wir auch noch 2 Clubaktivitäten und eine Volunteering-Stunde. Meine Clubaktivitäten sind eine Art Buchclub, der während der Schulzeit stattfindet und ein Backclub, zu dem ich jeden 2. Samstag gehe. In der Volunteering-Stunde machen wir sowas wie den Schulhof aufräumen oder Kosmetik oder Puppen herstellen, um diese dann zu für einen guten Zweck zu spenden.

Mit meinen Schulfreunden habe ich während den Pausen immer viel Spaß und auch am Wochenende unternehmen wir gerne etwas zusammen, wie zum Beispiel shoppen gehen. Letztes Wochenende war ich mit einigen aus meiner Klasse im Jjimjjilbang, einem koreanischen Badehaus mit Sauna. Freunde zu finden ist mir leichter gefallen, als ich erst dachte. Als Austauschschüler zieht man anfangs viel Aufmerksamkeit auf sich und viele kamen von Anfang an auf mich zu und sprachen mich an. Da ich mit meinem Koreanisch noch nicht so weit bin, muss ich mich mit meinen Freunden häufiger auf Englisch unterhalten. Anfangs war es etwas schwierig, da manche Koreaner sehr schüchtern sind, wenn es darum geht auf Englisch zu sprechen. Aber mittlerweile funktioniert das ganz gut und auch meine Koreanisch Kenntnisse entwickeln sich langsam.

Worauf ich mich bereits sehr freue ist, dass der Frühling jetzt angefangen hat und somit die Kirschblüten Saison bald losgeht, für die Gyeongju sehr bekannt ist. Außerdem planen wir einen 3-tägigen Klassenausflug nach Seoul, den wir in unseren eingeteilten Gruppen gestalten dürfen wie wir möchten. Ich bin in einer Gruppe mit meiner Gastschwester und einer Freundin und wir planen unter anderem einen koreanischen Fernsehsender zu besuchen, Hanboks (traditionelle koreanische Kleider) anzuziehen und einige Sehenswürdigkeiten Seouls aufzusuchen.

Ich bleibe noch 4 weitere Monate hier und freue mich jetzt schon, noch mehr spannende Sachen über Südkorea zu erfahren!

Liebe Grüße aus Südkorea, Hannah

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