Zum Inhalt springen

Schüleraustausch Erfahrungsbericht Lina in Texas

Hallo zusammen,

mein Name ist Lina und ich werde die nächsten 10 Monate in Slidell, Texas, verbringen.

Meine High School in Texas

Da ich nur ungefähr 350 Meter von meiner Schule entfernt wohne und meine Gastmutter an der Schule arbeitet, bot sie mir nach meiner Ankunft an vor Schulbeginn die Schule anzuschauen.
Das war für mich sehr hilfreich, denn obwohl es nur 300 Schüler gibt, ist die Schule an sich trotzdem sehr groß. Hier hat jeder Lehrer seinen eigenen Klassenraum, das heißt, dass hier die Schüler die Klassenräume wechseln müssen und nicht wie in Deutschland die Lehrer.
Dann hieß es endlich: „Erster Schultag!!!“ Bevor der eigentliche Unterricht begann, hat uns die Schulleiterin noch über die neuen Regeln an der Schule informiert. Ein großes Thema ist z.B. der Dress-Code, auf den hier viel Wert gelegt wird.
Anschließend sind wir alle in unsere Klassen gegangen. Mein erstes Unterrichtsfach war Mathe. Dort hat sich die Lehrerin vorgestellt und erklärt nach welchen Kriterien sie benoten wird und was sie von uns für Leistungen erwartet. So in etwa verlief es auch in den anderen Schulstunden. Die letzte Schulstunde war dann Basketballtraining. Dort besprachen wir die gemeinsamen Ziele als Team für die kommende Saison. Das war dann auch schon mein erster Schultag in den USA. Für mich war es aufregend, da alles war neu, aber gerade deswegen war es auch ein sehr schöner erster Schultag.
Unsere Schule beginnt hier um 8:00 Uhr morgens und endet um 14:30 Uhr. Danach haben wir noch bis um 15:30 Uhr Basketballtraining. Normalerweise haben wir bereits vor der Schule von 07:00 – 07:45 Cross Country Training. Manchmal fällt dies morgens jedoch aus, so dass wir hin und wieder nach der Schule Basketball und Cross Country Training haben.

Mein Schulalltag

Der Schultag wirkt wahrscheinlich im ersten Moment sehr lang, jedoch gib es einmal eine 15 minütige Frühstückspause und eine 30 Minütige Mittagspause. In Amerika ist es auch üblich das es Schulstunden gibt, in denen man Hausaufgaben, oder für einen bevorstehenden Test lernen kann. Daher ist der Stundenplan sehr ausgeglichen und in manchen Stunden auch sehr entspannt.
Zu jeder amerikanischen High School gehört natürlich auch ein Gerücht. An unserer Schule geht das Gerücht um, dass es hier einen Schulgeist geben soll. An unserer Schule haben wir zwei Sporthallen und unser Schulgeist soll in der älteren Sporthalle sein Unwesen treiben. Sein Name ist Henry und laut meiner Gastmutter soll er ein ganz friedlicher Geist sein. Allerdings ist es schon ein wenig gruselig, wenn man in der Nacht in der Halle jemanden Basketball spielen hört und man niemanden sieht, wenn man dort nachschauen geht.
Ich persönlich würde sagen, dass die Schule wesentlicher entspannter ist als in Deutschland. Hier herrscht nicht so ein extremer Leistungsdruck und es ist auch mal in Ordnung, wenn man in einem Test nicht so gut abschneidet. Schließlich kann man diese Note durch etwas Fleiß wieder verbessern.
Trotz kleinerer anfänglicher Sprachbarrieren fand ich die Schule für mich bisher nicht so schwierig. Dies liegt mit Sicherheit aber auch daran, dass mir wirklich jeder sehr gut geholfen und mich unterstützt hat, egal ob Lehrer oder Mitschüler.
Meine größte Sorge war, dass ich mit der Sprache in der Schule nicht so gut zurechtkomme und daher unheimlich viel nacharbeiten muss. Dem war jedoch nicht so und mittlerweile habe ich mich sehr gut eingelebt und festgestellt, dass dies überhaupt kein Problem ist.

Freizeit in meinem High School Jahr


Allerdings besteht das Leben auch hier nicht nur aus Schule und Training, sondern es gibt auch hier, obwohl es sehr ländlich ist, reichlich Möglichkeiten für verschiedenste Freizeitaktivitäten.

Hier gab es in diesem Monat für mich als Kind des Ruhrgebiets ein weiteres Highlight. Wir haben uns eine Rodeo Event live angeschaut. Dafür fuhren Leda, meine Gastschwester aus Italien, die ebenfalls bei meiner Gastmutter wohnt, meine örtliche Betreuerin und ich in die nächstgrößere Stadt Denton. Das Rodeo war sehr interessant und auch sehr spannend, da man förmlich mitgefiebert hat, ob der Reiter es schafft, auf dem Bullen zu bleiben oder ob er fällt.
An diesem Abend konnte man trotz aller Spannung allerdings auch sehen wie gefährlich Rodeo tatsächlich ist.

Nun bin ich auf die weiteren Monate hier in den USA sehr gespannt und kann es kaum erwarten, weitere Erfahrungen zu sammeln!

Liebe Grüße aus Texas,
Lina

Kurz- bewerbung Kontakt Broschüre Erfahrungs- berichte Blog