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Schüleraustausch Erfahrungsbericht Merle in Oklahoma

Mein Name ist Merle und ich gehe zurzeit an eine amerikanische Schule mit dem High School Programm von ASSE Germany. Ich wurde in Oklahoma City platziert, was die Hauptstadt des Bundesstaates Oklahoma ist. In diesem Bericht erzähle ich euch von meinen Erfahrungen, Erlebnissen und gebe euch ein paar Tipps für euer Auslandsjahr.

Schon sehr lange hatte ich den Traum, ins Ausland zu gehen und er ist Ende August endlich war geworden. Meine große Reise begann am Frankfurter Flughafen. Dort musste ich mich dann unter vielen Tränen von meiner Familie verabschieden. Am Flughafengate habe ich mich mit den anderen Austauschschülern aus Deutschland getroffen, die ich schon bei dem ersten Vortreffen in Köln kennen gelernt habe. Die ersten drei Tage haben wir mit anderen Gastschülern aus Frankreich, Italien und den Niederlanden in New York City verbracht. Am dritten Tag sind wir dann alle zusammen zurück zum Flughafen gefahren und sind von dort zu unseren Gastfamilien geflogen. Meine Gastfamilie lebt in Oklahoma City, Oklahoma. Ich habe meine Gastfamilie zwei Monate vor meinem Abflug bekommen und hatte sofort einen sehr guten E-Mail-Kontakt mit ihnen. Ich empfehle allen Schülern, die gerade darauf warten, ihre Familie zu bekommen, sehr schnell einen regen E-Mail-Kontakt mit der Gastfamilie zu haben und auf jeden Fall vor dem Flug einmal mit ihnen geskypet zu haben. Meine Gastfamilie besteht aus meinem Gastvater, meiner 12-jährigen Gastschwester und unseren vier Hunde. Am Flughafen in Oklahoma City wurde ich von meiner Gastfamilie und meiner Area Representative abgeholt.

Mein erster Schultag an meiner neuen High School war drei Tage nach meiner Ankunft. Mir wurde die ganze Schule gezeigt und mein Stundenplan mitgeteilt. Danach hatte ich meine erste Stunde. Mir wurden auch noch Clubs vorgestellt, denen man beitreten konnte, z. B. Multikultur-Club oder Wohltätigkeitsclubs in unserer Region. Ich habe schnell gemerkt, dass die Schule hier ganz anders ist als in Deutschland. Der Umgang mit den Lehrern ist persönlicher, die Aufgaben sind deutlich einfacher und man hat mehr Zeit für Referate und Präsentationen. Ich würde allen Austauschschülern empfehlen, eine Sportart auszuüben oder, wenn ihr ein Instrument spielt, der Schulband beizutreten. Es wird euch dabei helfen, schnell Kontakte in eurer neuen Schule zu knüpfen und Freunde zu finden. Auch wenn ihr kein Instrument spielt oder nicht ganz so sportlich seid, gibt es immer etwas!

Mein Highlight bis jetzt war, dass ich ein Teil des Golfteams meiner Schule geworden bin. In meinem Team habe ich viele gute Freunde gefunden und zurzeit trainieren wir für die neue Saison. Mir hat es dabei sehr geholfen, mich hier einzuleben und der Kultur besser anzupassen.

Der Schultag verändert sich in der ganzen Woche nicht, da ich jeden Tag die gleichen Fächer habe. Das bedeutet, dass ich täglich 6 Stunden habe, von 8:20 Uhr bis 15:30 Uhr. Nach der Schule muss ich wenig lernen oder Hausaufgaben machen; nur für die finalen Klausuren musste ich mehr lernen.

Es gibt keine wirklichen Pausen zwischen den Stunden. Die Pausen dauern nur 5 Minuten und dienen nur dazu, zum nächsten Klassenraum zu kommen. Ich würde euch empfehlen, sogenannte AP Kurse zu wählen, weil diese anspruchsvoller sind und ihr dort mehr zu tun habt.

Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich sehr gut. Meine Gastschwester und ich teilen uns ein Zimmer, was eigentlich sehr gut klappt. Ich habe schon sehr viele schöne Erfahrungen gemacht und hatte tolle Erlebnisse mit meiner Gastfamilie. In meinen ersten Tagen habe ich ihnen erzählt, was ich in der Umgebung gerne sehen würde, und wir haben schon vieles von diesen Sachen unternommen. Wir haben schon oft traditionelles deutsches Essen gekocht und ich habe ihnen von unseren Traditionen und Bräuchen erzählt. Mein Gastvater und ich waren schon bei einem Spiel eines Basketballvereins in Oklahoma City. Natürlich bin ich auch schon zu einigen Footballspielen von der Oklahoma University gegangen sowie zu Sportveranstaltungen meiner High School.

Als ich mich letztes Jahr auf mein Auslandjahr vorbereitet habe, hatte ich so gut wie keine Erwartungen und Vorstellungen, wie es sein könnte, in einem anderen Land zu leben. Man kann nie wissen, was einen noch in dem Jahr erleben und erreichen will, daher rate ich euch offen für alles zu sein.

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